[S4] Ein Tag bei Audi

In unserem Audi-Menu fehlt ein nicht unwesentlicher Punkt. Das Abholen des Autos in Ingoldstadt schlägt mit satten €500 zu Buche. Doch nachdem sich unsere Verkäuferin bei dem Thema jedesmal überschlug, die Überführung nach Ulm auch Geld gekostet hätte und das Programm in Ingolstadt beeindruckend klang, entschieden wir uns Dexter bei seinen Eltern abzuholen.

Heute war es soweit: der Wecker klingelte mitten in der Nacht und nur die vorfreudige Aufregung trieb uns aus dem Bett. Die ersten anderthalb Stunden haben wir in der Bummelbahn nach Neuburg verbracht. Dort hat uns Andreas abgeholt und zusammen sind wir zum Audi Forum gefahren. Vorbildlich ist er natürlich mit dem A3 von Mel vorgefahren – nicht dass sie die Einfahrt auf den Hof verwehrt hätten. Für die €500 darf der Fahrer übrigens bis zu vier Begleitpersonen mitbringen.

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Kurz vor Zehn waren wir also in Ingolstadt. Der Tag bei Audi beginnt mit dem “Check-In”. Hier ist eine nette Audi Mitarbeiterin mit uns die Tagesplanung durchgegangen. Leider wurden wir dabei nach der Hälfte der Abstimmungen von einer sehr bestimmten Kollegin abgelöst, doch dazu mehr weiter unten beim Drama um die Sommerreifen. Zurück zur Tagesplanung: eigentlich hatten wir den Termin für die Übergabe des Autos zwischen 14 und 16 Uhr gewählt. Doch offensichtlich werden diese Plantermine vor Ort neu sortiert und so wurde unsere Übernahme auf 11:15 gelegt. Danach haben wir uns für die Werkführung um 13 Uhr angemeldet um das Musem ans Ende des Tages zu legen. Soweit mal das grobe terminliche Gerüst am Anfang des Tages.
Das Drama um die Reifen – Prelude Wie man der Bestellung entnehmen kann, haben wir sowohl Sommer- als auch Winterreifen bei Audi mitbestellt. Schnell kam die Frage auf, welche Reifen wohl auf dem Auto sein würden, wenn wir dieses Übernehmen. Die Nachfrage bei Audi ergab, dass bis Einschließlich KW11 die Winterreifen verbaut werden. Da wir trotz Schnee großes Vertrauen in den Sommer hatten, wollten wir Dexter trotzdem gleich mit den Sommerreifen übernehmen. Mit dem Hinweis, dass das €20 extra kostet, hat unsere Verkäuferin alles arangiert (sogar mehrfach bei Audi angerufen, um sicherzugehen, dass die richtigen Reifen drauf sind). Als wir die Nummernschilder abgeholt haben, riet sie uns trotzdem, beim beim Check-In die Reifensituation erfragen, damit Audi ggf. noch Zeit hat, die richtigen Reifen drauf zu machen. Gesagt, getan, vor Ort €20 bezahlt und weiter gehts im Bericht.

 

Title     Bei der ausführlichen Erklärung des Wagens
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Bei der ausführlichen Erklärung des Wagens
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Cam&Lens   D200 (NIKON) & 17.0-55.0 mm f/2.8     Shutter:   1/40 s
Create Date:   17.mar.2010 11:50:42     Aperture:   f/2.8
Location:   48° 46' 57" N, 11° 24' 54.6" E, 401m     ISO:   100
Image Number:   34483     Focal Length:   17 mm

 

Nach der Tagesplanung war gerade noch Zeit zu Frühstücken und das Ambiente aufzusaugen. Check-In, Kaffeebar und Shop sind in der ersten Etage, mit Sicht auf die auszuliefernden Autos darunter. So kann man Käffchen schlürfend die neuen Auto bestaunen. Auffallend viele Cabrios und SUVs sowie ein R8 wurden ausgeliefert, bis Dexter vorgefahren wurde. Mit leuchtenden Augen standen wir am Geländer und freuten uns wie kleine Kinder vor Weihnachten. Schwarz in schwarz sieht der S4 noch schöner aus, als wir es erwartet haben. Natürlich hatte er die kleinen Winterreifen drauf, doch das hat die Freude nicht getrübt.

 

Title     Obligatorischer Shot vom Motor
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Obligatorischer Shot vom Motor
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Cam&Lens   D200 (NIKON) & 17.0-55.0 mm f/2.8     Shutter:   1/13 s
Create Date:   17.mar.2010 11:56:20     Aperture:   f/2.8
Location:   48° 46' 57" N, 11° 24' 54.6" E, 392m     ISO:   100
Image Number:   34487     Focal Length:   31 mm

 

Der Termin um 11:15 wurde von unserer Berater nicht ganz gehalten, aber mit nur wenigen Minuten Verspätung wurden wir dann zu unserem Auto geführt. Nach ein paar obligatorischen Fotos, hat er uns als erstes eine Flasche Champagner im Namen unseres Autohauses übergeben. Die folgenden zwei Stunden wurde uns der Audi von Kopf bis Fuß (um nicht zu sagen von Front bis Heck) erklärt: Motor, Innenraum, Kofferraum, MMI sowie Komfortschlüssel. Die Ausführlichkeit mit der uns Dexter vorgestellt, unsere Fragen beantwortet und wir mit dem Fahrzeug vertraut gemacht wurden, hat uns begeistert. Am Ende hat es so lange gedauert, dass wir eine Werkstour später genommen haben, um nicht in Hektik verfallen.
Das Drama um die Reifen Dass die falschen Reifen drauf sind, haben wir auf den ersten Blick gesehen. Die 18″ Winterreifen haben 5-Speichen-Felgen und die 19″ Sommerreifen 7-Speichen-Felgen, nichts was man übersehen würde 😉 Als wir bei der Übergabe unseren Berater drauf angesprochen haben, war dieser nicht überrascht. Ein meinte, dass sie es einfach nicht geschafft haben, die Reifen zu wechseln (zumal wir das Auto ja früher als geplan übernommen haben). Da wir aber die Werkstour machen würden, hätten sie genug Zeit den Wechsel nach der Vorstellung zu vollziehen. Nach ca. 1 1/2 in die Erklärungen rein, kommt dann ein Werkstatt-Jogi und druchkreuzt alle Pläne. Leider wurden unsere Reifen schon vor einer Woche nach Ulm geschickt?!? D.h. trotz aller Vorsorge, Anmeldung und Bezahlung, hat es trotzdem nicht geklappt… Die €20 haben wir erstattet bekommen.

 

Title     Noch ganz schüchtern genießt Dexter die erste Sonne
Click to enlarge pictureNoch ganz schüchtern genießt Dexter die erste Sonne
Noch ganz schüchtern genießt Dexter die erste Sonne
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Cam&Lens   D200 (NIKON) & 17.0-55.0 mm f/2.8     Shutter:   1/250 s
Create Date:   17.mar.2010 15:05:02     Aperture:   f/9.0
Location:   48° 46' 57.6" N, 11° 24' 45.6" E, 467m     ISO:   100
Image Number:   34491     Focal Length:   32 mm

 

Mit dem wichtigen Tip, dass die automatische Feststellbremse sich nur dann automatisch löst, wenn man angeschnallt ist, haben wir die Übergabe kurz vor 13:30 abgeschlossen. Die ersten Meter auf den Plazza waren bereits aufregend, doch die Zeit drängte. Entsprechend haben wir Dexter nur abgestellt und sind zum Treffpunkt für die Werksbesichtigung geeilt.

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Die Werkstour hat sich kaum von denen bei Mercedes unterschieden. Das Werk in Ingolstadt ist recht groß (Fläche von Monacco), aber Sindelfingen ist nicht kleiner. In 90 Minuten wurde viel Wissenswertes über die Audiproduktion vermittelt. Interessanterweise meinte Andreas, dass die Unterschiede zwischen dem Audi Werk und einem von ihm besichtigten BMW Werk deutlich sichtbarer sind. Während es bei BMW in dem wahrscheinlich älteren Werk deutlich dreckig ist, kann man bei Audi von Boden essen.

Die Tour war kurz nach Drei zu Ende, so dass wir die zur vollen Stunde anfangende Museumstour gerade verpaßt hatten. Also gaben wir unseren knurrenden Mägen nach und gingen Essen. Die Verpflegung ist für den Abholenden und die Begleiter den ganzen Tag inklusive und in Puncto Qualität und Menge kann sich Mercedes hier eine dicke Scheibe abschneiden. In schönem Ambiente gab es alles von Salat- über Pastabar bis hin zu Gegrilltem. Mit vollem Tellern haben wir uns ans Fenster zum Plazza gesetzt und die leckeren Köstlichkeiten sowie die tolle Aussicht auf Dexter genossen.

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Rechtzeigig zu Vier machten wir uns auf dem Weg ins Museum. Offensichtlich waren wir die einzigen, die zu dieser Zeit an einer Führung interessiert waren. So bekamen wir eine Privatführung durch die Geschichte von Audi: von Horch über die Auto-Union bis hin zu Audi in der “Moderne”. Viele schöne Exponate erzählen Geschichten von vergangenen Zeiten, und unser Interesse musste zeitweise gebremst werden, da unsere Führerin “die Tour in einer Stunde durchbringen” muss. Aber sie versicherte uns, dass wir danach alle Zeit der Welt hätten, die Fahrzeuge in Ruhe anzuschauen.

Nachdem die Tour durchs Museum gegen Fünf zu Ende war, neigte sich auch unser Tacho gegen Null. Genau die richtige Zeit für eine ordentliche Portion Dessert. Eis, Kuchen und Götterspeise, dazu Kaffee und Cola – genau der richtige Mix um die letzten Kraftreserven zu mobilisieren. Nach dem Kaloriengelage ging es shoppen. Im obligatorischen Fan- und Zubehörladen haben wir ein iPod-Kabel, eine iPhone-Ladeschale sowie ein Portemonnaie für Anne erstanden.
Und während die Sonne langsam am Horizont verschwand, beschlossen wir den ausgefüllten Tag bei Audi in Ingolstadt. Auf einer “S4 würdigen” Strecke sind wir dann zusammen zu Andreas gefahren und später von dort über die Landstrassen Richtung Ulm.

Unser Fazit: Diesen Tag läßt sich Audi teuer bezahlen, aber dafür wird auch einiges geboten. Und um es mit den Worten unserer Verkäuferin zu sagen: das muss man einmal gemacht haben!

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