Einsteinmarathon 2008


Der Einsteinmarathon 2008 ist geschafft! Nach 12 Wochen hartem Trainings war es an Sonntag soweit: unser erster offizieller Halbmarathon. Bei frostigen Temperaturen weit unter 10°C trafen sich tausende »Verrückte« und wir mittendrin 🙂

Hier ein kleiner Eindruck von Kilometer 11. Vielen Dank an Hanna für das Foto und die Motivation an der Stecke!

 

Title     Silke, Anne & tmb bei Kilometer 11
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Silke, Anne & tmb bei Kilometer 11
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Anbei Annes Sicht der Dinge:

Weil ich immernoch so unglaublich stolz bin, das geschafft zu haben, folgt ein etwas ausführlicherer Bericht von einem insgesamt sehr erfolgreichen und schönen Tag.

Samstag (am Tag vor dem großen Tag) war ich nochmal 3 km laufen, um die Beine ein bisschen zu lockern (ich war erkältet und konnte die letzten zwei Wochen nicht so richtig laufen…). Bei der Gelegenheit konnte ich auch gleich austesten, was ich anziehen will – und bin froh, die Gelegenheit genutzt zu haben. Ich war nämlich etwas zu warm angezogen und wäre über 21 km einfach weggeflossen (und so gestaute Hitze ist beim Laufen einfach anstrengend…).

 

Title     Das Team EADS
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Das Team EADS
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Am Lauftag sind wir dann um sieben (an nem Sonntag!) aufgestanden, haben noch ne Banane gegessen und sind zum Bus getappelt (*brrr*). Dann zum Fotoshootig des Teams EADS (man kann für ein Team laufen, bei dem dann die gesamten Kilometer zählen – das Beste kriegt ein Bratschwein oder so. Außerdem gabs T-Shirts von der Firma… :). Dann noch warme Sachen abgeben, die man bis dahin an hatte (hab ich schon erwähnt, dass es kalt war? *brrrr!!*) und am Start einsortieren. Dafür sind wir gefühlte drei Kilometer vom Start weg nach hinten gegangen. Die angestrebte Zeit lag um 2 Stunden 10 Minuten – entsprechend haben wir uns die Zugläuferin für 2:15 gesucht und uns kurz vor ihr einsortiert.
Dazu muss ich vielleicht sagen, dass es sowohl für den Marathon, als auch für den Halbmarathon Läufer gab, an denen ein Luftballon heftete, auf der eine Zielzeit stand (im Viertelstundenabstand). Diese “Zugläufer” sind dann den ganzen Lauf über mit einer konstanten Geschwindigkeit gelaufen, und boten so den Anfängern eine Orientierung, ob sie es zum Beispiel grad nicht zu schnell angehen. Dieser Service stellte sich später noch als sehr nützlich heraus, dazu aber gleich mehr.
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Erstmal zurück zum Anfang: Die Massen am Start waren echt beeindruckend. Wieviele Menschen hier eigentlich versammelt sind, hat man nach dem Startschuss einschätzen können. Bis unser Blocjk in Bewegung war, verging schon reichlich Zeit. Und nach fünf Sekunden laufen, blieben wir dann auch schon wieder stehen, weil Stau war. Bis zum Startplatz (ab dem auch die Zeit gezählt wurde) haben wir 5 Minuten gebraucht. Als es dann endlich richtig los ging und ich meinen mp3-player angemacht habe, ist mir erst aufgefallen, wie aufgeregt ich war. Die Musik war dann nämlich meine bekannte Laufplayliste (was ich zum Laufen immer höre) und die Gewohnheit der Musik hat mich beruhigt.
Das war dann auch ziemlich wichtig, um nicht vor lauter Aufregung all den anderen aufgeregten Menschen hinterherzusprinten (uns haben viele Leute Überholt, von denen wir so einige später wieder eingeholt haben). Wir wollten es nämlich am Anfang nicht übertreiben und sind sehr langsam losgelaufen. Als uns nach ungefähr 3 Kilometern die Traube um die 2:15h-Zugläuferin einholte, haben wir das als Ansporn genommen, jetzt auf Endgeschwindigkeit hochzuschalten. Wir sind also aus dem langsamen in einen etwas schnelleren Trott verfallen, haben dort wieder unseren Rythmus gesucht, und uns vorgenommen, uns von diesem Ballon nicht mehr einholen zu lassen. Der Plan ist sehr gut aufgegangen: Wir sind schön langsam warm geworden, haben aber rechtzeitig hochgeschaltet, um nicht erst nach 2:30h anzukommen. Die Ballons haben wir dann nie wieder gesehen – auch in langen Kurven nicht.
 

Title     Die letzte Kehre vor der Zielgeraden
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Die letzte Kehre vor der Zielgeraden
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Bis zur Hälfte war es dann recht ruhig, nur selten war Publikum am Rand. Die Strecke ging aber auch mehr über Land… Ab etwa 11 km sind wir dann durch die Stadt gelaufen, wo Musik lief (manchmal leider etwas zu laut), und wo viele Leute standen, die immer geklatscht und gerufen haben. Ich hätt nie geglaubt, wie gut das tut. Manche Kinder haben sich in Reihen aufgestellt und abgeklatscht. Kinderenergie saugen! 🙂 Dadurch war jedenfalls die zweite Hälfte deutlich leichter als die erste und vor allem viel besser als jeder Trainingslauf. Man kommt nicht so richtig dazu, sich zu überlegen, was einem eigentlich alles weh tut, und auch der Gedanke “keine Lust mehr”, mit dem ich beim Training so oft gekämpft habe, kam nicht auf.
Die Schmerzen kamen dann erst nach dem Lauf – dann allerdings doch ziemlich schnell (neben starkem Frösteln, gegen das aber umsichtigerweise Rettungsdecken verteilt wurden): Schon nach Hause gehen stellte sich als Herausforderung heraus. Das war natürlich nichts dramatisches – nach zwei Tagen fühlten sich die Beine fast schon wieder normal an. Aber bis es soweit war, bin ich nach jedem längeren Sitzen gelaufen wie ein Roboter, weil alles so steif war. Außerdem hatte ich ständig das Gefühl, mir würden die Beine einschlafen, selbst im Stehen. Ruhig dasitzen war irgendwie einfach nicht drin, auch nach ner Stunde Mittagsschlaf musste ich wieder aufstehen, weil nicht ruhig daliegen konnte und nicht so richtig wusste, wohin mit mir. Inzwischen bin ich aber wieder wohlauf. 🙂
 

Title     Nach dem Start
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Zur Versorgung Unterwegs: Beim letzten längeren Trainingslauf hatte ich mal so ein Gel-Ding probiert (die Energiegels zum Essen: Im Wesentlichen Zucker, mit ein bisschen Geschmacksstoff). Nach 12 km spätestens krieg ich nämlich immer einen Bärenhunger (was soll ich denn auch verbrennen? ;). Hat jedenfalls da schon mental sehr gut geholfen und auch körperlich hab ichs etwa 20 Minuten später deutlich gemerkt. Am Lauftag hatte ich dann also zwei davon bei und bin echt froh, dass ich sie hatte (und wusste, dass ich sie rechtzeitig vor der schlimmsten Erschöpfung nehmen muss). Sie sind zwar super eklig im Mund (sowohl geschmacklich, also auch von der Konsistenz her), aber helfen wie nix – ne Banane kauen hätt ich zum Beispiel nicht können. Hunger hatte ich jedenfalls keinen während des Laufs, und auch zum Willen hat es seinen Teil beigetragen, da bin ich ziemlich sicher. Mit Energie kann man einfach besser geradeaus denken, und sich aufraffen, weiterhin einen Fuß vor den anderen zu setzen.
Die Energiezufuhr, zusammen mit Wasser-Versorgung an der Strecke und dem Publikum haben diesen Halbmarathon echt zu nem tollen Erlebnis gemacht, es hat irgendwie sogar Spaß gemacht. Dass ich Laufen und Sapß nach diesem Sommer (und dem Trainingsplan, auf den irgendwann so überhaupt gar keine Lust mehr hatte) Mal zusammen erwähnen würde, hätte ich nicht für möglich gehalten. Und das ich 21 km gelaufen bin, am Stück, ohne zu jammern, in 2:12:47h macht mich immernoch ganz stolz. Auf den letzten zwei Kilometern, als ich wusste, das schaff ich jetzt bis zum Ende, hatte ich schon die ganze Zeit Gänsehaut. Und auf der Zielgerade musste ich total grinsen vor lauter Glücksgefühl. Obwohl ich im Training fast genausoweit schonmal gelaufen bin (da hatte ich bei 20,5km aufgegeben, weil mir die Sehne weh tat, die den Oberschenkel nach vorne zieht).
 

Title     Fast geschafft
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An dieser Stelle noch zwei Worte zum Training selbst: Alleine hätte ich das nicht durchgezogen. Also um genau zu sein, wäre ich alleine nicht auf die Idee gekommen, überhaupt auf einen Halbmarathon hinzuarbeiten. Jetzt bin ich aber froh, es gemacht zu haben (Danke, Thomas :). Und weil Thomas und ich den gleichen Plan verfolgten, konnten wir uns eigentlich die meiste Zeit gegenseitig motivieren. Es gab immer einen, der keine Lust hatte, aber dann hat der andere die Führung übernommen, um beide aus dem Bett in die Laufschuhe zu bekommen.
Und: Morgens vor der Arbeit zu laufen war die beste Idee, die wir diesbezüglich hatten. Wenig Trubel (um die Zeit gibt es einfach noch keine Spaziergänger), kein Viehzeug in der Luft, angenehme Temperaturen im Vergleich zu abends, und nach nem langen Arbeitstag sind die Chancen, sich aufzuraffen noch geringer als morgens, wo man eh aufstehen muss… Und morgens sind die Läufer freundlicher: Man grüßt sich. Hin und wieder sind wir abends gelaufen, und haben oft genug ins Leere gegrüßt (wahrscheinlich waren die Läufer irgendwann genervt, alle 50 Meter “Hallo” sagen zu müssen – es sind einfach furchtbar viele unterwegs abends. Und wenn man den Mund aufmacht steigt auch die Wahrscheinlichkeit, ne Mücke zu essen…).

Ach ja, eine Anekdote hab ich noch: Kurz nach dem Start haben wir hinter uns gemanden ans Telefon gehen hören: “Ja?…. Du, ist grad ganz schlecht, ich bin grad beim Marathon…”. 🙂

 

Title     Suchbild beim Start
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3 Responses [Umgekehrte Reihenfolge]

  1. dtcl
    #67707
    3

    Félicitations à toutes et à tous!

    Ich könnte leider nicht mitmachen. Allerdings wenn es klappt bin ich gerne dabei nächstes Jahr.

    L.G.

  2. #67690
    2

    so, hab noch zwei – drei Bilder dazu gefügt. vielleicht kann ich dadurch von meine Inkontinenz ablenken 😉

  3. don
    #67688
    1

    Juhuuu, geschafft!

    Ich habe übrigens vergessen meinen Chip zurückzugeben, da müssen wir nächstes Jahr wohl wieder mitlaufen 🙂
    Irgendwie irritiert mich das Bild, hat tmb eingepullert?

    gruß

    don